Start in die Renovierung 150 Sport

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Eduardogilera
Angstbremser
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Start in die Renovierung 150 Sport

Post by Eduardogilera » Sun Sep 23, 2018 6:20 pm

Erste Schritte und Hmm,
erst mal Überraschung. Die alte Bleibatterie entpuppte sich als Accupack 6V welches im alten Gummigehäuse eingeklebt ist. Nun weiß ich nicht welche Accus und wie laden? Etwas Strom ist noch da...
Nächster Punkt - Vergaserreinigung. Natürlich war wie so oft bei lange gestandenen Mopeds die Leerlaufdüse verstopft. Auch die Hauptdüse etwas und der Düsenstock. Dann erstmal etwas Benzin in den Tank und Startversuch. Wie schon bei der Besichtigung springt sie nach einigen Kicks an und läuft sehr unruhig, laut und ohne Standgas, wie auch mit tausenden Nebengeräuschen. Nach dem Warmlaufen für das Ölablassen folgte auch eine kleine Probefahrt. Mal sehen wann sie sich zu einem ruhigeren Lauf bewegen lässt?
Die 3 Gänge lassen sich schalten, jeder Gangwechsel erfordert jedoch erst eine hohe Drehzahl, damit dann der nächste Anschluss passt. 4 Gang Getriebe ist also eine gute Idee.
Nun folgte das Ablassen des Motoröls, welches erstaunlich frisch aussieht. Wahrscheinlich wurde nie gefahren? Nach dem Abkühlen nun Volltanken, da der Tank erstaunlicherweise sehr wenig rostig aussieht und ich die Tanksanierung noch etwas aufschieben will. Fehlanzeige! Unten läuft es wieder raus, der Tank ist also undicht. Schon bei der Demontage sehe ich, dass der Tank mit der Hupe in intimen Kontakt war. Damit wurde er durch Vibrationen durchgescheuert. Also Benzin wieder ablassen und Vergaser inspizieren. Siehe da, wieder mit feinsten Rostpartikeln versehen. Also eine Tanksanierung ist unumgänglich.

Nächste Baustelle ist der Scheinwerfer, dessen Streuscheibe horizontal steht? Beim zerlegen wird alles klar, Reflektor und Glas liegen ohne Dichtung aufeinander, so ist der Scheinwerfer nicht nur undicht, sondern das Glas kann sich durch Vibrationen auch noch verdrehen. Also Dichtung gebastelt und wieder Einbau.

Das Vorderbremsseil war schon bei der ersten Besichtigung gerissen, dann war auffällig, dass das Seil vor der Gabel geführt war. Auf jedem Foto anderer Exemplare ist es jedoch hinten geführt. Es war dann ein leichtes, sowohl Hebel an der Bremse, (mit feiner Rundumverzahnung) als auch das Widerlagerblech für das Seil, umzudrehen. Froh bin ich, dass zumindest die originale vordere Bremsstange noch vorhanden ist. Da hatte der Vorbesitzer mittels Hartplasik- Klebeband gute Arbeit geleistet. *danke*
So kann ich das später mit einem neuen Seil wieder in den Originalzustand versetzen.

Es ist schon spannend wie manche restaurieren. Da wird optisch alles auf,s feinste gemacht, sogar mit Chrommuttern und Edelstahlbolzen versehen, aber zum Fahren war's Fehlanzeige. Bin dennoch sehr zufrieden damit, denn ich will und kann hoffentlich die Technik sanieren, das mit der optischen Perfektion ist nicht so ganz meine Arbeit. So ist eben am Schluss beides wunderbar vereint. *Lollo* *thumb*

Gespannt bin ich schon was mir das Motorinnere offenbart? Diese Geschichte wird wohl erst im nächsten Jahr weitergeschrieben...

Herzlichst
Eduardogilera

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